Archiv der Kategorie: Simson

Rapid Prototyping- Habicht Fußrasten 

Der Habicht soll Griffe und Fußrasten aus Alu bekommen. Um eine Vorstellung zu haben, wie das ganze aussehen soll, habe ich mich erstmal an die CAD gesetzt und einen Entwurf gemacht. Da ich die Die Arbeit an einen Dreher geben werde, sollte das vorher gut durchdacht sein. Sonst wird es teuer. Also habe ich mal meinen 3D Drucker entstaubt und einen Entwurf gedruckt. Die passenden O-Ringe habe ich bestellt. Auf den Bildern unten ist eine Fussraste zu sehen. Im wesentlichen unterscheiden diese sich nur von den Griffen, durch den Durchmesser der Innenbohrung. Die Griffe haben zudem eine durchgehende Innenbohrung, während die Fußrasten geschlossen sind.

CAD „Designspark Mechanical“, sehr empfehlenswert.

3 Stunden und 51 Minuten warten

Fertiger Druck

Anprobe: passt saugend auf das Fussrastenrohr

Mit den passenden O-Ringen

Regenerierter M53

Simson Motor M53, Schraubenmaße und Reihenfolge

Ich habe es mir schon ein paar mal vorgenommen, für mich selbst und andere Suchende, die Maße der, beim Simson M53 bzw M54 verwendeten Schrauben zu dokumentieren. Jeder, der schon mal selbst versucht hat, einen Motor zu regenerieren weiß, die Schrauben sind ungleich lang. Beim Zerlegen des Motors nimmt man sich vor, sich zu merken, welche Schraube wo saß. Beim Zusammenbau fängt man dann an zu zweifeln. Im Netz findet man zwar meist die Info, welche Schrauben verwendet werden, aber nicht, welche wohin kommt.

Schraubenmaße für den Kupplungsdeckel:

  • 1 x M6 x 30mm
  • 3 x M6 x 40mm
  • 1 x M6 x 55mm
m53_deckel_schrauben_maße

Aufteilung und Maße der Schrauben im Simson M53 Kupplungsdeckel

Schraubenmaße für das Motorgehäuse:

  • 5 x M6 x 30mm
  • 1 x M6 x 40mm
  • 3 x M6 x 50mm
  • 1 x M6 x 55mm
m53_gehauseschrauben_masse

Aufteilung und Maße der Schrauben im Simson M53 Gehäuse

Anzugsreihenfolge der Motorschrauben beim montieren der Motorhälften:

m53_schrauben_reihenfolge

Anzugsreihenfolge der Schrauben im Simson M53 Gehäuse

Verbesserungen in der Mopedwerkstatt

Nachdem ich mich beim letzten Motor (regenerieren) wieder auf 2 kippeligen Kanthölzern abgeplagt habe, habe ich mir endlich den lange geplanten Montageplatz gebaut. Der besteht ganz einfach aus einem Regalboden 50 x 80cm und 3 Kanthölzern 9cm hoch. Für die 4 Wellen, die ein Simson Motor hat, habe ich mit dem Forstnerbohrer 4 Löcher gebohrt. Damit kann man den Motor links- und rechtsherum flach auflegen, ohne das irgendwas kippelt. Die Platte wird rundherum noch eine etwas hochstehende Alu Leiste bekommen, damit Kleinteile und Werkzeuge nicht herunterrollen können. Ein bis 2 Starke Magnete werde ich auch noch unter der Ablage anbringen, als „Wegrollschutz“ für Kleinteile. Auch ein Lochraster für Motorschrauben ist noch vorgesehen. Beim M53/54 sind Diese alle unterschiedlich lang und man braucht sie, beim Zusammenbau, sofort zur Hand.

Zweite Verbesserung ist, das ich an den Kurbelwelleneinzieher, den ich vor einer Weile gebaut habe, einen Griff angeschweißt habe. Bisher musste ich immer mit einer Wasserpumpenzange gegenhalten. Nun kann man bequem den Einzieher Festhalten und mit einem 17er Schlüssel die Mutter fest- und die Kurbelwelle einziehen.

Montageplatz für Simson Motor


Montageplatz in Aktion


Kurbelwelleneinzieher jetzt mit Handgriff

Habicht Heckfender reparieren und cleanen

Der Heckfender war komplett durchgerissen. Vermutlich war der Sozius zu schwer. Die Sitzbank ruht, bei den SR4 Modellen, hinten auf dem Fender. Mein Vorgänger hat versucht den Riss mit 5 verschraubten Blechen zu schienen. Das konnte natürlich nicht so bleiben. Nebenbei habe ich gleich noch die Löcher vom Gepäckträger und Rücklicht zugeschweißt. Beides ist bei diesem Aufbau nicht vorgesehen. Ich muss noch ein Stück Karosserieblech besorgen, weil der Fender noch etwas verlängert werden soll.

Vogelserie Schutzblech cleanen

Da es heute den ganzen Tag geregnet hat, habe ich mal noch das Schutzblech vom Habicht in Angriff genommen. Die Vorderschutzbleche der Vogelserie sind alle gleich, und haben diese Kante oben. Die kann man nicht einfach wegflexen, weil die beiden Schutzblechhälften dort zusammengeschweißt sind. Sie würden dann auseinanderfallen. Daher muss erst unten eine Schweißnaht gezogen werden. Ich bin weit davon entfernt, ein talentierter Schweisser zu sein, aber es ging ganz gut. Vorher habe ich die Naht unten gesandstrahlt. Nach dem Schweißen habe ich dann mit einer dünnen Flexscheibe erst das gröbste weggeschnitten und dann, mit der Fächerscheibe, den Rest verschliffen.

Zuerst die Naht entlacken, bzw. metallisch blank machen


Naht verschweißen


Der Lack ist ganz schön verbrannt. Mit Flexscheibe die Kante grob entfernen


Mit Fächerscheibe glätten


Eine Seite fertig


Das wars schon

Motor des Grauens

Ich habe mir heute mal den Motor vorgenommen, der dem Habicht beilag. Fakt ist, in dem Habicht kann der SO nicht gewesen sein. Die Kurbelwelle hat kein Pleuel. Da wo sonst das Polrad ist, war ein Kettenritzel. Die Kupplungsscheiben sind zusammengeschraubt. Wer sich jetzt verarscht fühlt, weiß, wie ich geguckt hab. Vermutlich hat jemand den Motor als Getriebe für einen Kettenzug benutzt. Was anderes fällt mir dazu nicht ein. Das Getriebe ist aber zum Glück noch komplett. Auch sonst macht das Gehäuse noch einen guten Eindruck. Eine Regeneration lohnt sich bei einem M54 immer. Ich werde es aber nicht selber tun, weil ich dieses 4-Gang Getriebe noch nie zuvor in vor Augen hatte. Nun ein paar Fotos.

Was macht das Kettenritzel auf der Kurbelwelle?


Wo ist das Pleuel?


Wer schraubt Kupplungsscheiben zusammen?


Getriebe scheint zum Glück noch komplett

Neues Familienmitglied- 72er Habicht

Ich habe nicht von meinen SR2 Teilen getrennt und gegen diesen etwas flügellahmen Vogel getauscht. Besonderheit am Habicht (SR4-4) ist der alte M54. Das ist der alte Motor, aber mit einem komplett anderem 4-Gang Getriebe. Im Vergleich zum Star (SR4-2), ist Der Rahmen wesentlich stabiler ausgelegt. Auch die hinteren Dämpfer, haben schon die Länge, wie später bei der S50 übernommen. Der Tank erinnert auch eher, zumindest von der Größe her, an die Folgemodelle. Dann mögen die Spiele beginnen.

Dumme Dichtung 

Um Platz für Simons Star Motor freizukriegen wollte ich mal schnell den S50 Motor zusammenbauen, der schon länger zerlegt auf dem Tisch liegt. Lager, Ringe, Kurbel- und Kickerwelle neu. Mitteldichtung aufgelegt – Sch….. Die ist für den alten M53. Ich muss mir echt ein größeres Lager für Dichtungen etc. anlegen. Naja, in den Star Motor passt diese Dichtung dann wenigstens. 

Schlechte Nachrichten von der LED Front

Ich habe gestern wieder eine kleine Fahrt (etwas länger als bisher) in der Dunkelheit gemacht. Leider musste ich feststellen, das die LED H4 nach einer Weile anfängt zu spinnen. Und zwar beginnen beide LED Chips zu leuchten, obwohl man auf Abblendlicht fährt. Es lässt sich nicht mehr zwischen Abblend- und Fernlicht umschalten und man hat die volle „Festbeleuchtung“. Das Problem lässt sich reproduzieren. Nach einer Auszeit, funktioniert sie wieder für eine Weile normal. Der einleuchtende Schluss: ein Hitzeproblem. Also habe ich mir einen kleinen Prüfstand gebaut. Da man in das Licht nicht direkt reinschauen kann und auch wirklich nicht sollte, habe ich einen kleinen Schweißschirm montiert. Dahinter eine Kamera und zur Spannungsversorgung ein Labornetzteil. Das Netzteil ist auf 13,5V eingestellt, was in etwa dem Bordnetz während der Fahrt entspricht. Zum Umschalten habe ich den Schalter einer demontierten S51 Armatur benutzt. Zum Simulieren eines Hitzestau, nutze ich einen alten Reflektor aus der Bastelkiste. Das ist zwar kein H4 Reflektor aber für den Versuch spielt das keine Rolle. Zur Erklärung des Videos: der rechte Chip ist Fernlicht, der Linke Abblendlicht.

Szenario 1 – Leuchtmittel offen

Das Leuchtmittel liegt offen auf dem Tisch und wird mit Strom versorgt. Der Lüfter am Leuchtmittel läuft mit konstanter Drehzahl. Das Umschalten funktioniert ohne Verzögerung. Stromaufnahme pendelt zwischen 1,9 und 2,2A. Es ist immer nur ein LED Chip aktiv. Test wurde nach einer halben Stunde abgebrochen. Das Leuchtmittel funktioniert ganz normal.

Szenario 2 – Leuchtmittel im Reflektor

Anfangs funktioniert das Leuchtmittel auch hier normal. Mit steigender Betriebsdauer fängt das Umschalten an, träge zu werden. Es stellt sich eine Art Fading ein. Bei diesem Fading sind kurzzeitig beide Chips aktiv und die Stromaufnahme klettert auf rund 3,8A. Der Lüfter bricht während dieses Prozesses in der Drehzahl ein. Im weiteren Verlauf ist ein Umschalten nicht mehr möglich. Beide Chips leuchten. Stromaufnahme liegt logischerweise bei rund 3,8A. Lüfterdrehzahl ist hörbar reduziert.

Szenario 3 – Leuchtmittel offen, nach Fehlfunktion im Reflektor 

Prinzipell der gleiche Aufbau, wie in Szenario 1, nur jetzt mit heißem Leuchtmittel, was frisch aus dem Reflektor entnommen wurde. Dieser Test wird im Video unten gezeigt. Durch die kurze Auszeit, beim Umbau, hat sich das Leuchtmittel etwas abgekühlt. Es befindet sich nun in einem Zustand, zwischen normal und faden. Das Umschalten von Fern- auf Abblendlicht dauert wesentlich länger, als umgekehrt. Manchmal geht es auch gar nicht.

Fazit 

Ich weiß nicht, ob der Fehler an diesem speziellen Leuchtmittel liegt (defekt) oder ob das ein grundsätzliches Problem ist. Ich gehe aber stark davon aus, das die Lösung, den Lüfter IM Reflektor zu haben, suboptimal ist. Die Wärme kann ja nicht weg und wird im Reflektor nur „durchgerührt“. Bei größeren Reflektoren (Auto) mag das Problem nicht auftreten, aber bei unseren Simson steht halt nicht mehr Platz zur Verfügung. Ich habe ein weiteres LED H4 Leuchtmittel bestellt, welches aber einen außenliegenden Lüfter hat. Eventuell funktioniert das besser. Ich werde auf jeden Fall testen und berichten

Versuchsaufbau

Video vom Szenario 3 Test

Das Gleiche mit mehr Zoom